Donnerstag, 30. März 2017

"Nachdem ich Christ wurde, habe ich nicht mehr auf meinen Mann eingeschlagen."

Es ist uns ein großes Anliegen, dass durch die Kindergartenarbeit nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern erreicht werden. Dies ist immer wieder sehr herausfordernd.
Ich war sehr ermutigt, als zwei der Mütter vor Kurzem erzählten, was sie in den letzten Monaten erlebt haben.
Eine von ihnen, sie ist bei unserem Familientag im letzten Jahr zum Glauben gekommen, erzählte unter Tränen: "Mein Familie hat sich so zum Positiven verändert, seitdem ich Christ geworden bin. Früher sind mein Mann und ich bei Meinungsverschiedenheiten oft handgreiflich geworden. Nachdem ich Christ wurde, habe ich nicht mehr auf meinen Mann eingeschlagen. Dann hörte mein Mann auch auf mich zu schlagen. Eines Morgens sagte er sogar zu mir: "Lass uns doch einfach offen über die Dinge reden, die uns stören oder ärgern." Früher war er auch ziemlich faul. Wenn er keine Lust hatte, ging er einfach nicht zur Arbeit. Jetzt geht er regelmäßig arbeiten. Auch mein Sohn hat sich verändert. Er war früher sehr kränklich. Schon bei einer leichten Erkältung hat er sich total hängen lassen und lag dann apathisch auf der Matte. Inzwischen ist er kaum noch krank und wenn er mal erkältet ist, will er trotzdem unbedingt in den Kindergarten und lässt sich nicht mehr hängen. Auch die Beziehung zu meiner Schwiegermutter hat sich verbessert. Wir streiten uns nicht mehr und sie hat aufgehört, verletzende Bemerkungen über mich zu machen."
Eine andere Mutter konnte vor Kurzem mit ihrem Mann an einem Eheseminar in der Gemeinde teilnehmen.
Sie erzählte:"Wir haben uns so gefreut, dass wir an dem Eheseminar von CCF teilnehmen konnten. Es ging um Themen wir Konfliktbewältigung, die Rolle der Ehefrau und die Rolle des Ehemanns, Umgang mit Verletzungen, Vergebung u.v.m.
Wir haben realisiert, dass wir einige Dinge ändern und ansprechen müssen. Ich habe auch gemerkt, dass ich mehr für meinen Mann beten muss, jeden Tag.
Ich habe gelernt, besser mit meinem Mann zu kommunizieren und ihm auch öfter zu sagen, dass ich ihn liebe. Das ist mir früher sehr schwer gefallen, aber ich sehe nun, wie sehr sich mein Mann verändert hat. Er ist viel liebevoller geworden und betet mehr. Er ist auch ein besserer Vater für unsere 5-jährige Tochter geworden. Wir wünschen uns sehr, dass wir das, was wir gelernt haben, an andere Ehepaare weitergeben können. Wir wollen dass auch sie erleben, wie Gott alles verändern kann."

Mittwoch, 15. März 2017

"Danke für die Möglichkeit zu dienen"...




...so lautete die Antwort einer der Pastoren meiner Gemeinde hier vor Ort, nachdem ich ihn angefragt hatte bei unserem Familientag zu predigen. Er ist verantwortlich für einen großen Dienst unter den Ärmsten der Armen, oft unterwegs in abgelegenen Gebieten des Landes und Vater von zwei kleinen
Kindern. Ich hätte es verstehen können, wenn er uns eine Absage gegeben hätte.
Als wir die Einweihung unseres Mehrzweckgebäudes hatten, kam ich mit einem Mitarbeiter aus der Gemeinde ins Gespräch, der uns an diesem Tag mal wieder mit der Technik half. Ich
erfuhr, dass er direkt von der Nachtschicht zu unserer Einweihung kam, um uns (mit einem Lächeln auf dem Gesicht) zu
helfen! Sein Kommentar: "Das machen wir gerne. Meine Frau und ich sind immer bereit euch zu helfen."
Immer wieder höre ich solche Aussagen von Freunden aus der Gemeinde. Ich weiß, dass sie es ernst meinen und es nicht nur Floskeln sind. Es ist ihnen ein großes Anliegen, die Armen mit dem Evangelium zu erreichen, sie zu Jüngern zu machen und den
Kindern und Kranken zu helfen. Die dienende und demütige
Haltung der Leute berührt mich sehr.
Als ich vor Kurzem eine Frau in der Gemeinde ansprach und sie
fragte ob sie sich vorstellen könnte, regelmäßige Treffen für die Mütter der Kindergartenkinder durchzuführen, war ihre Antwort: "Das wäre ein Privileg!" Einige Tage später bekam ich während dem Frühstück eine sms von ihr:"Ich bin schon im Kindergarten und warte auf die Mütter. Ich beginne heute mit den Treffen."
Eine so gute Zusammenarbeit von einem missionarischen Dienst
und einer lokalen Gemeinde ist (leider) keine Selbstverständlichkeit und ein großer Segen für alle Beteiligten. Und für mich eine Gebetserhörung. Ich bin Gott sehr dankbar dafür.




Freitag, 10. März 2017

Wurm-Alarm

Vor Kurzem war es mal wieder soweit: wir mussten die Kindergartenkinder entwurmen. Alle drei Monate führen wir eine Wurmkur durch und immer wieder sind wir geschockt über die
"Ergebnisse". Etliche der Kinder haben jedes Mal Massen an Würmern. Diese erbrechen sie zum Teil, wie letztens ein Kind in der Leseecke. Ein anderes Kind kam einige Tage nach der Wurmkur in den Kindergarten und beklagte sich über Bauchschmerzen. Nachdem sie auf Toilette war, wussten wir woher die Bauchmerzen kamen. Da kam eine Großfamilie von Würmern zum Vorschein...
Die Bäuche voller Würmer, die Haare voller Läuse, die Zähne total verfault,
die Haut oft voller eitriger Wunden. So wachsen viele der Kindergartenkinder auf, obwohl all diese Dinge (auch im Slum) in den meisten Fällen ganz einfach vermieden bzw behandelt werden könnten.
Manchmal kommt es mir vor, wie ein Kampf gegen die Windmühlen...aber wir werden nicht aufgeben. Ein Seminar für die Mütter zum Thema Hygiene ist in Planung...
Übrigens: Die Kinder der Mitarbeiterinnen haben inzwischen nach einer Wurmkur entweder gar keine, oder "nur" einen Wurm. Ihre Mütter setzten in ihren Familien um, was sie von uns gelernt haben. Dies freut mich sehr.