Mittwoch, 24. August 2016

Händewaschen und mehr...

Die hygienischen Verhältnisse, in denen die Kindergartenkinder aufwachsen, sind zum Teil katastrophal. Krätze, Würmer, Läuse, verfaulte Zähne, Mangelerscheinungen und entzündete Wunden sind an der Tagesordnung.
Die meisten der Kinder sind sehr kränklich, obwohl viele der Krankheiten durch bessere Hygiene leicht vermieden werden könnten.
Im Kindergarten legen wir deshalb sehr viel Wert darauf, den Kindern grundsätzliche Dinge beizubringen wie Zähneputzen, regelmäßiges Händewaschen usw.
Immer wieder bekommen wir von den Müttern Rückmeldung, dass die Kinder versuchen, das Gelernte zu Hause umzusetzen. Dies freut uns sehr.
Momentan führen wir verschiedene Projekte durch zum Thema gesunde Ernährung und Hygiene.
Heute kam ein Team von Krankenschwestern einer befreundeten Arbeit, um den Kindern auf sehr anschauliche und kindgerechte
Weise beizubringen, wie man sich richtig die Hände wäscht. Vor allem das "Zaubergel", wodurch man unter Schwarzlicht sehen kann, dass unsere Hände voller Bakterien sind- auch wenn die Hände sauber aussehen- hat die Kinder sehr beeindruckt!






































Freitag, 12. August 2016

"Wir brauchen eure Hilfe..."

Das es auf den Philippinen ein massives Drogenproblem gibt, ist allgemein bekannt. Es gibt schätzungsweise 3 Millionen Drogenabhängige im Land. Ehen und Familien brechen auseinander, Kinder in den Slums sind vernachlässigt und unterernährt, weil das Geld für Drogen draufgeht.
Eine unserer Mitarbeiterinnen (sie wohnt im Slum) erzählte mir, dass sie und ihr Mann sich nach 18h nicht mehr aus dem Haus trauen. Vor allem an den Tagen, an denen die Männer ihre Löhne ausgezahlt bekommen, sind sie abends erst recht nicht mehr sicher in ihrer Nachbarschaft. Einige unserer Kindergartenkinder können im Detail erklären, wie die Drogen genommen werden. Ich kenne kaum eine Familie im Slum, wo nicht mindestens ein naher Verwandter drogenabhängig ist.
Der neue Präsident hat einen radikalen und harten Kurs eingeschlagen im Kampf gegen die Drogen. Dies hat dazu geführt, dass sich innerhalb weniger Wochen 500000 Abhängige und Dealer der Polizei gestellt haben. Nun steht die Regierung vor der nächsten Herausforderung: wie kann man diesen Menschen helfen, von ihrer Sucht frei zu werden?
Die verantwortlichen Behörden haben erkannt, dass ihre Maßnahmen keinen durchschlagenden Erfolg haben. Genügend Rehazentren gibt es auch nicht.
Das Erstaunliche ist, dass sie sich nun an die christlichen Gemeinden gewandt haben mit einem Hilferuf: "Unsere Programme funktionieren nicht- bitte helft uns mit euren christlichen Reha Maßnahmen!"
In den vergangenen Tagen fanden somit mehrere Treffen statt, bei denen die leitenden Pastoren meiner Gemeinde hier vor Ort und die Mitarbeiter der Gefängnis- und Rehadienste der Gemeinde an einem Tisch saßen mit hochrangigen Politikern, Polizisten usw.
Nun baut die Gemeinde ein Netzwerk auf von hunderten, freiwilligen Helfern aus unterschiedlichen Gemeinden, um dann landesweit das dreimonatige Programm durchzuführen für die Drogenabhängigen, die sich der Polizei gestellt haben.
Das Programm wird in der Gemeinde seit Jahren erfolgreich angewandt und hat eine klare, biblische Ausrichtung.
In den ersten vier Wochen muss auch die gesamte Familie an dem wöchentlichen Treffen teilnehmen, denn hier wird es um Themen gehen wie "Gottes Design für Familien", "Vergebung und Vertrauen in der Familie" und "Familie als Team".
Der erste Durchlauf wird Ende des Monats stattfinden und es werden 1500 Drogenabhängige erwartet mit ihren Familien. Dies wird in dem Einzugsgebiet stattfinden, in dem auch die Kinder unseres Kindergartens und deren Familien wohnen. Es hat mich gefreut, dass eine unserer Mitarbeiterinnen und ihr Mann sich spontan bereit erklärt haben, das Projekt als freiwillige Helfer zu unterstützen.
Wir hoffen und beten, dass viele Drogenabhängige und ihre Familien Gott kennenlernen und Wiederherstellung erleben werden!



Montag, 1. August 2016

Medical und Dental Mission

Vor zwei Tagen war es soweit- meine Gemeinde schickte ein Team zu uns in den Slum für einen medizinischen und evangelistischen Einsatz.
Über 500 Patienten bekamen kostenlose medizinische Behandlung und Medikamente. In Kleingruppen hörten sie das Evangelium und es wurde für sie gebetet.
Ca. 150 Kinder nahmen begeistert an unserem Kinderprogramm teil.
Das Team bestand aus über 80 freiwilligen Helfern, davon ca. 15 Ärzte und einige Krankenschwestern. Jeder war bereit mit anzupacken, wo gerade Hilfe gebraucht wurde. Sie haben den Menschen gedient und ihnen ganz praktisch Gottes Liebe erwiesen. Ich war erstaunt, wie reibungslos alles ablief. Jeder wusste, was er zu tun hatte und es war ein gutes und fröhliches Miteinander:




Das Team war top organisiert...

Registrierung
Seelsorge und Gebet
 
Medikamentenausgabe
Unsere Frauenärztin, die immer ein Lächeln auf dem Gesicht hat
Flouridieren der Zähne
Zahnbürsten und Zahnpasta, gespendet von HAPEE, dessen Inhaber auch in meine Gemeinde geht
Wie viele Zähne wohl gezogen wurden???



Blutdruck messen
Kleine Stärkung zwischendurch
Puzzle Tisch

Armbänder basteln
Nail art
Spaß beim Puppentheater!



Memory Tisch
Maltisch

Ein Team aus Amerika hat beim Kinderprogramm mitgeholfen