Freitag, 27. Mai 2016

Neue Hoffnung

Vor Kurzem las ich eine Aussage von Ravi Zacharias, einem bekannten Bibellehrer: "People often ask me where to find inspiration. I say to be inspired go to someone who has suffered much and whose faith has remained unshaken."
Wie wahr ist diese Aussage. Menschen die viel durchlitten haben und trotzdem an Gott festhalten, faszinieren mich und sind mir ein Vorbild.
Joy Tan-Chi Mendoza, die Tochter meines Pastors, ist so eine Frau. Sie ist glücklich verheiratet, Mutter von fünf Kindern (welche sie alle zu Hause unterrichtet) und sie sprüht vor Leben. Man sieht ihr nicht an, was sie durchgemacht hat. Aufgewachsen in einer christlichen Familie, war ihre
Kindheit sehr behütet. Als sie 15 Jahre alt war, durchlebte sie einen Albtraum. Ihre Eltern waren in einer Bibelstunde, Joy war mit ihren Geschwistern, zwei Klassenkameradinnen und ihrem Onkel zu Hause, als zehn schwer bewaffnete Männer in das Haus eindrangen. Während ihre Geschwister gefesselt wurden, wurde Joy von einem Zimmer in das nächste geschleppt und von sieben der Einbrecher vergewaltigt.
In ihrem Buch "When a good God allows rape" schreibt sie, wie sie Gottes Hilfe und Eingreifen in dieser schwierigen Zeit und den Jahren danach erlebt hat. Heute ist sie eine gefragte Sprecherin und begleitet viele Frauen in der Seelsorge, die Ähnliches erlebt haben.
Viele Frauen in unserem Arbeitsgebiet haben selber Missbrauch erlebt.
So war es eine große Ermutigung für die Frauen, dass Joy uns besuchte um ihre Geschichte zu erzählen und den Frauen Mut zu machen. Sie zeigte ihnen ganz praktische Hilfestellungen auf für
den Umgang mit schwierigen Situationen und ermutigte sie. Es flossen so manche Tränen und die Frauen bekamen neue Hoffnung.


Sonntag, 22. Mai 2016

Ausflug in den Zoo

"Tante Gigi" und "Onkel Jun" sind bei den Kindergartenkindern sehr beliebt. Das Ehepaar aus meiner Gemeinde liebt Kinder über alles und sie haben ein großes Herz für die Armen. Die Kinder von Solid Cement haben sie besonders in´s Herz geschlossen. "Onkel Jun" ist ein erfolgreicher und gefragter Arzt. Für die Kinder ist er wie ein Vater, der sich um sie kümmert wie es ihre eigenen Väter meist nicht tun.
Als wir mit der Kindergartenarbeit begannen war es ein Wunsch von mir, dass wir so oft wie möglich Ausflüge machen mit den Kindern, damit ihr Horizont erweitert wird. Die Kinder lieben Ausflüge und es ist für sie jedes Mal ein ganz besonderes Erlebnis.
Als das besagte Ehepaar von unserem Dienst erfuhr, kamen sie auf mich zu und sagten:"Unsere eigenen vier Kinder sind zum Teil schon aus dem Haus. Gerne würden wir in die Kindergartenkinder
investieren. Wir haben uns überlegt, dass wir regelmäßig Ausflüge für sie organisieren könnten, was haltet ihr davon?" Wir waren begeistert!
So sind wir nun des Öfteren unterwegs mit "Onkel Jun" und "Tante Gigi", die den Kindern die Welt außerhalb des Slumgebietes zeigen. Solche Menschen sind ein großer Segen und es freut mich immer ganz besonders, wenn Filipinos aus besser gestellten Familien sich
um die Armen kümmern.
Vor einigen Tagen fuhren wir in den Zoo. Mit dabei waren die Kindergartenkinder, einige ihrer älteren Geschwister, sowie die Kinder unserer wöchentlichen Kinderstunde. Fast 40 Kids, die alle noch nie im Zoo waren- die Freude war groß!!