Sonntag, 25. Dezember 2016

Der Weihnachtsengel

Viele waren berührt über das Foto auf unserer diesjährigen Weihnachtskarte.
Hier ein kurzer Hintergrund zu dem kleinen Engel und ihrer Familie:
Das Mädchen auf dem Foto ist eines unserer Kindergartenkinder.
Als Caila (Name geändert) mit 3,5 Jahren zu uns in den Kindergarten kam, sprach sie kein einziges Wort, war extrem schüchtern und lachte kaum. Das war von 1,5 Jahren und sie ist heute wie ausgewechselt.
Ihre Mutter Sue ist inzwischen eine unserer Mitarbeiterinnen im Kindergarten.
Noch vor nicht allzu langer Zeit waren Sue und Caila beide an Tuberkulose erkrankt. Durch Fehldiagnosen blieb die Krankheit lange Zeit unerkannt und wurde nicht (bzw falsch) behandelt. Irgendwann war Sue auf 24Kg abgemagert und so schwach, dass sie nicht mehr laufen konnte. Die Familie bereitete sich auf das Schlimmste vor. In diesem Zustand hatte sie einen Traum. In dem Traum kam ein Mann, der für sie betete. Aufgerüttelt durch den Traum erzählte sie ihrer gläubigen Freundin Anni (auch eine Mitarbeiterin im Kindergarten) davon. Diese gab sofort ihrem Pastor Bescheid, der kam und für Sue betete. Zur selben Zeit hörte sie von ihrer Nachbarin auch von unserer Arztpraxis. Da sie so schwach war, musste sie zur Untersuchung in die Praxis getragen werden.Unser Team konnte sie an eine andere Missionspraxis vermitteln, mit der wir eng zusammenarbeiten. In dieser Praxis gibt es ein Program für Tuberkulosepatienten.
Durch den Kontakt zu dem Pastor, ihrer besten Freundin Anni und den Missionaren hörte sie das Evangelium und entschied sich, Jesus nachzufolgen.
Sue und Caila bekamen eine kostenlose medizinische Behandlung und langsam wurden sie wieder ganz gesund. Inzwischen sind auch ihr Mann und ihre Kinder gläubig. Sue ist sehr aktiv in der Gemeinde und hat ein großes Herz für verwahrloste Kinder. Diese nimmt sie wenn notwendig auch vorrübergehend in ihre eigene Familie auf, obwohl sie selber nur wenig Geld und viele Kinder haben.
Im Kindergarten ist auf Sue immer Verlass. Sie ist sehr froh, dass sie bei uns Arbeit gefunden hat. Unter Tränen der Dankbarkeit erzählte sie mir letztens, dass sie über Monate ihren kleinen Verdienst gespart hat, damit sie ihre Wohnsituation verbessern können. Inzwischen haben sie ihr kleines Häuschen vergrößert und sie haben endlich einen Stromanschluss bekommen.
Caila war der perfekte Weihnachtsengel für unsere Karte- nicht nur, weil sie so fotogen ist. Ihr Leben ist ein Zeugnis dafür, dass Jesus gekommen ist, um Licht in unsere Finsternis zu bringen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.
Wir freuen uns, dass wir diese Botschaft vielen Kindern und Familien in den vergangenen Wochen weitergeben konnten.
Ich wünsche euch Frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr!




Mittwoch, 7. Dezember 2016

Es weihnachtet sehr...

Kinder lieben Geschenke- vor allem Weihnachtsgeschenke. Die
Kinder im Slum bekommen von ihren Eltern keine Weihnachtsgeschenke- sie sind froh, wenn es überhaupt etwas zu Essen gibt an Heilig Abend.
Bei unserem heutigen Einsatz konnten wir Geschenke in unserer neuen Nachbarschaft verteilen und damit viele Kinder glücklich machen! Sie bekamen Malbücher zu biblischen Geschichten, Buntstifte und eine Nudelsuppe. Damit hatten die Kinder nun gar nicht gerechnet und die Reaktionen waren teilweise filmreif!!!
Da wir die Geschenke zur Mittagszeit verteilten, gab es auch begeisterte Ausrufe wie: "Guck mal, Mama, wir haben Nudeln bekommen- jetzt haben wir etwas zum Mittagessen!!"
Immer wieder konnten wir den Kindern sagen und zeigen, dass sie
geliebt sind und es einen Gott gibt, der sie sieht.
Wir konnten auch mit vielen Müttern reden und ihnen erzählen, wer wir sind und was wir genau tun.
Unsere Warteliste für den Kindergarten hat sich wohl heute Morgen verdoppelt...









Samstag, 26. November 2016

Einweihung des "Rapha Ministry Center"

Nachdem wir gestern noch bis spät am Abend die letzten Vorbereitungen trafen, war es heute soweit: zusammen mit ca. 80 Gästen konnten wir die Einweihung von unserem Gebäude feiern.
Es kamen Mitarbeiter, Missionare, Ärzte und Pastoren aus unterschiedlichen
Gemeinden, Bibelschulen und befreundeten Diensten, und sogar
eine Abordnung der Stadt (mit Polizeischutz!).
Wir sind sehr dankbar für all unsere Freunde und die freiwilligen Mitarbeiter, die uns (nicht nur während dem Bau) immer wieder mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Es war eine rundum gelungene Feier, bei der so einige Tränen der
Freude und Dankbarkeit geflossen sind. Überall im Gebäude hörte man: "Oooh, wie schön ist es geworden, viel schöner als wir es erwartet hätten!".
Wir können Gott nur alle Ehre geben für Seine Treue und Güte!
Alle waren erstaunt, wie schnell das Gebäude nun fertig gestellt
wurde. Noch bis vor kurzem fehlte uns ein größerer Betrag um die letzten Rechnungen bezahlen zu können, als wir völlig unerwartet eine sehr
große Spende von lokalen Sponsoren bekamen. Dies hat uns sehr berührt und ermutigt.
Bis Januar werden die Arztpraxis und sehr wahrscheinlich auch der
Kindergarten nun erst einmal geschlossen bleiben, da es noch einige Dinge gibt (wie zum Beispiel Möbel und die
Mädchentoilette), die noch nicht ganz fertig sind.
Die Jüngerschaftsgruppen für die Eltern werden ab Morgen im neuen Gebäude stattfinden und die verantwortlichen Mitarbeiter sind schon ganz begeistert darüber.
Mit den Kindern werden wir auch während den etwas längeren "Weihnachtsferien" in Kontakt bleiben, da es mehrere Gruppen gibt, welche diverse Weihnachtsfeiern für die Kinder durchführen werden, und wir die
Kinder auch zu Hause besuchen werden.
Eine Familie aus der Gemeinde hat sich außerdem entschlossen, die Kinder zu
"Disney on Ice" einzuladen, worauf wir uns schon alle sehr freuen.



















Montag, 7. November 2016

Wir ziehen um!

In zwei Wochen wird es soweit sein: wir werden in unser Mehrzweckgebäude umziehen! Wir freuen uns riesig.
Die Vorbereitungen für den Umzug und die Einweihungsfeier am 26. November laufen auf Hochtour- die Arbeiter verbringen so
manche Überstunden auf dem Bau.
Die Möbel werden gerade angefertigt, heute wurde ein "Bahay Kubo" geliefert (eine kleine Bambushütte für das Außengelände) und einen kleinen Wachhund (der noch etwas größer wird) konnte ich auch heute abholen.
Wenn wir auf die vergangenen Monate zurückblicken, können wir
Gott nur danken. Er hatte jedes Detail im Blick und hat uns zur richtigen Zeit die richtigen Kontakte gegeben und uns in allen Herausforderungen geholfen.
Ganz besonders freuen wir uns über all die Ermutigung, Hilfe und (zum Teil sehr großzügigen) Spenden, die wir von Christen hier im Land für den Bau erhalten haben. Es berührt mich sehr, wie viele unserer Freunde hier Anteil nehmen an unserer Arbeit und ein Herz für die Armen haben. Dies ist nicht selbstverständlich, denn die Kluft zwischen Arm und Reich ist groß- auch in vielen Gemeinden. Wir sind extrem dankbar für unsere philippinischen Geschwister und freuen uns auch weiterhin auf ein gute Zusammenarbeit- demnächst dann im neuen Gebäude.

Montag, 17. Oktober 2016

Abnahme des Mehrzweckgebäudes

Vor zwei Wochen haben wir die Abnahme des Mehrzweckgebäudes beantragt. Neben diversen Dokumenten, die man dafür einreichen muss, gibt es auch mehrere Inspektionen von verschiedenen Ämtern. Und dann heißt es warten...wie lange es dauert, bis man diese Genehmigung bekommt, weiß man hier nie so
Die Küche vom Kindergarten ist fast fertig
genau. Wir wissen von Missionaren, die Monate
darauf warten mussten.
Wir haben nicht schlecht gestaunt als wir realisierten, dass unsere Papiere extrem schnell bearbeitet wurden. Alle Inspektionen verliefen problemlos, es gab keinerlei Beanstandungen. Nachdem die Mitarbeiter auf der Behörde erfuhren, dass der Bürgermeister sich vor einiger Zeit mit uns getroffen hat und uns seine Hilfe
versicherte- sollte es Probleme mit
Die Arztpraxis
irgendwelchen Papieren geben-ging alles ganz schnell.
Heute bekamen wir dann die schriftliche Genehmigung. Das bedeutet, wir können umziehen!!!!
Momentan werden die Möbel gebaut,
Vermutlich der schönste Treppenaufgang weit und breit
Türen gestrichen usw, somit planen wir Mitte November umzuziehen. Ende November wird dann die offizielle Einweihung sein.
Wir können es kaum glauben und sind einfach nur dankbar, wie Gott uns geführt und versorgt hat. Wie viel Gunst und wie viele
Wunder durften wir erleben- Ihm sei alle Ehre!


Freitag, 7. Oktober 2016

Die Neuen

In den letzten Wochen haben wir einige neue Kinder im Kindergarten aufgenommen. Die meisten von ihnen sind 2 oder 3 Jahre alt und in ihrer Entwicklung zurückgeblieben.
Es ist immer wieder eine Herausforderung, den neuen Kindern erst einmal ganz grundsätzliche Dinge beizubringen.
Um ein größeres Chaos zu vermeiden und den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden, haben wir vorübergehend noch eine Aushilfskraft eingestellt.
Es ist sehr ermutigend zu beobachten, wie unsere "älteren" Kinder sich in den letzten Monaten verändert haben. Sie haben sehr viel gelernt und in ihrer Entwicklung aufgeholt. Es freut mich besonders wenn ich beobachten kann, wie die Großen sich um die Kleinen kümmern.
Zum Beispiel Jizel, die sich rührend um ihre kleine Cousine bemüht, die seit letzter Woche im Kindergarten ist. Sie erklärt ihr, wie die Dinge so laufen, spielt mit ihr und ist immer darauf
bedacht, dass es ihrer Cousine gut geht. Ihre "Einführung" hörte sich ungefähr so an: "Hier kannst du nicht einfach irgendwo hinpinkeln, sondern du musst die Toilette benutzen. Wenn du musst, gib den Mitarbeiterinnen Bescheid. Iss immer dein Gemüse, denn dann bekommst du ein Stück Schokolade." Damit waren wohl die für sie wichtigsten Dinge gesagt.
Heute haben wir einige der neuen Kinder zum Spielplatz einer amerikanischen Schule gebracht.
Auf den Philippinen gibt es fast keine öffentlichen Spielplätze, und somit ist dies etwas ganz Besonderes für die Kinder. Sie waren begeistert!





Freitag, 2. September 2016

A "Hapee" day


Vor einigen Tagen konnten wir mit den Kindergartenkindern und einigen ihrer älteren Geschwister eine Firma besuchen, wo u.a. Zahnpasta hergestellt wird.
Auf kindgerechte Art und Weise wurde den Kindern erklärt, wie Zahnpasta hergestellt wird. Sie durften die Maschinen bestaunen, jedes Kind bekam eine Tasche mit den verschiedenen Produkten der Firma und am Ende der Tour gab es noch Mittagessen.
Die Kinder waren sehr beeindruckt und haben nicht schlecht gestaunt, als sie die riesigen
Maschinen und Berge von Zahnpasta sahen!!! (Wir Mitarbeiter fanden es auch sehr interessant!)
Bevor es auf die Besichtigungsrampe ging, bekamen die Kinder erst noch beigebracht, wie man "Hallo" und "Tschüß" in Gebärdensprache sagt, damit sie die Mitarbeiter dementsprechend grüßen können. Das Besondere ist nämlich, dass in der Firma etliche der Mitarbeiter taubstumm sind.
Es hat mich sehr berührt, dass diese Menschen dort Arbeit finden. Menschen mit Behinderungen haben es auf den Philippinen nicht gerade leicht und in den meisten Fällen sind sie, auch finanziell, immer auf die Hilfe ihrer Verwandten angewiesen.
Nach dem Besuch der Zahnpastafirma haben wir noch einen Abstecher in die Gemeinde gemacht, wo die Kinder den Indoorspielplatz benutzen durften. Die Kinder haben dort jede Minute genossen. Die Mitarbeiterinnen, die den Spielplatz beaufsichtigten, sagten immer wieder:"Die Kinder sind
ja total begeistert, dass sie hier spielen dürfen!!" Ja, das waren sie, denn so etwas erleben sie nicht oft.
Glücklich und zufrieden gingen sie am Nachmittag wieder zurück in den Slum.