Sonntag, 31. Mai 2015

Das Spielefest


Die Sommerferien auf den Philippinen gehen zu Ende. Über die letzten Wochen haben wir viele Kinder im Slum kennengelernt, deren Sommerferien nicht gerade so verlaufen sind, wie Kinder es sich wünschen würden. 
 So zum Beispiel J., ein ca. 9 Jahre alter Junge. Er kommt aus einer sehr armen Familie und muss mit beitragen zum Lebensunterhalt der Familie. Seine Arbeit: Müll sammeln. Schon am frühen Vormittag sieht man ihn mit einem Sack über der Schulter durch den Slum laufen. Er ist auf der Suche nach leeren Plastikflaschen, Dosen und anderen Dingen, die er dann weiterverkaufen kann.
J. ist ein sehr liebenswerter Junge, der jede Woche treu zur Kinderkirche kommt. Er kann einem nur leid tun, wenn man ihn sieht mit seinen zerlöcherten Klamotten und immer verdreckt.
Um Kindern wie J. die Sommerferien etwas zu verschönern, haben wir ein Spielefest durchgeführt.
 Mit Hilfe eines Pastors sowie den Mitarbeitern und Jugendlichen aus verschiedenen Gemeinden und Werken konnten wir 100 Kinder sehr, sehr glücklich machen.
 In der Andacht zu Beginn vermittelte Pastor Mike den Kindern das Evangelium auf anschauliche Art und Weise. Seine
Zaubertricks beeindruckten wohl alle.
Danach hatten die Kinder viel Spaß an den unterschiedlichen
Stationen. Da gab es
Dosenwerfen, Federball, Gummihüpfen, Hindernislauf, einen Mal- und Basteltisch, Nailart, Sackhüpfen und vieles mehr.
Die Stimmung war großartig und die Kinder
waren einfach nur begeistert! Das Spielefest wird wohl allen noch lange in Erinnerung bleiben.






Essensausgabe








Samstag, 23. Mai 2015

Schlüsselanhänger für einen guten Zweck!

Die Arbeit mit Kindern im Slum bringt es mit sich, dass man auch ganze Familien begleitet.
Über die letzten Wochen haben wir durch unsere Angebote für die Kinder und die Hausbesuche sehr viele extrem arme Familien näher kennengelernt. Die Problematiken sind bei den meisten sehr ähnlich- Familien sind zerüttet durch diverse Süchte, die Arbeitslosigkeit ist hoch, viele Eltern haben die Schule nicht abgeschlossen und der moralische Standart ist sehr niedrig.
Als Team sind wir uns einig, dass wir diesen Familien Hilfestellungen geben wollen, in kleinen Schritten ihrem Leben eine andere Richtung zu geben.
Jedem ist klar, dass die Bildung der Kinder eine wichtige Rolle spielt. Oft können es sich die Familien jedoch nicht leisten, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Selbst wenn bei staatlichen Schulen keine Schulgebühren verlangt werden, müssen doch Bücher, Schuluniformen und vieles mehr bezahlt werden.
Wir möchten den Mütter helfen indem wir ihnen die Möglichkeit geben, sich durch die Anfertigung und den Verkauf von Schlüsselanhängern etwas Geld zu verdienen.
Einstimmig haben sie beschlossen, dass dieser Verdienst nur und direkt in die Schulausbildung ihrer Kinder fließt.
So treffen sich die Mütter ein oder zweimal in der Woche, um Schlüsselanhänger anzufertigen, aber auch um sich auszutauschen und zu lernen. Immer wieder geben wir auch Inputs und Gedankenanstöße.
Wer nähere Informationen zu diesem Projekt haben möchte, kann mir über die Website der VDM eine Nachricht schicken: http://www.vdm.org/lotz-mirja?tag=367






Donnerstag, 14. Mai 2015

Kinderkirche



Das Kamishibai Theater im Einsatz!
Jeden Montag hört man im Slum von Solid Cement schon von Weitem eine Horde Kinder fröhlich und lauthals singen "WHO IS THE KING OF THE JUNGLE (OO OO)? WHO IS THE KING OF THE SEA (BUBBLE BUBBLE BUBBLE)?..."
Das Dschungel Lied mit den entsprechenden Bewegungen ist der Hit!
Tammi ist bei allen beliebt
Vor einigen Wochen haben wir eine Kinderkirche gestartet. Diese findet im Freien statt und inzwischen kommen regelmäßig um die 40 Kinder.
Ein Schwätzchen zwischendurch
Zusammen wird gesungen, gespielt, gebetet, gemalt und natürlich gibt es jede Woche eine Geschichte aus der Bibel, die wir den Kindern anschaulich vermitteln.
Viele Kinder warten schon auf uns- manche kommen sogar extra frisch geduscht zur "Kids Church".
Die Kinder lieben Ausmalbilder!!
 Auch einige Mütter sind regelmäßig dabei. Sie beobachten das Geschehen, manche sind auch aktiv dabei. So kommt es vor, dass man junge Mütter sieht, die beim Ausmalen genauso viel Freude haben wie ihr Kind. Oft ergeben sich kurze Gespräche mit den Müttern und immer wieder besuchen wir diese dann auch in ihren Hütten.
Ein alter Jeepney dient als Maltisch...
Zu Beginn der Kinderkirche betete vor Kurzem ein Mädchen: "Danke Gott, dass wir wieder Kinderkirche haben und ich hoffe, dass wir auch in Zukunft jeden Montag Kinderkirche haben und die Mitarbeiter diese nie ausfallen lassen werden!"














Dienstag, 5. Mai 2015

Die Spielgruppe

Als "Vorstufe" zur Tagesstätte haben wir inzwischen eine Spielgruppe gestartet, die drei Mal in der Woche stattfindet.
Für die Eingewöhnungszeit haben wir die älteren Geschwister und Mütter gebeten, ihre Kleinen zu begleiten.
Die Mütter sind im Wartebereich mit einem "Hilfe zur Selbsthilfe" Projekt beschäftigt, während ihre Kinder an der Spielgruppe teilnehmen.
Die Geschwister lassen es sich nicht zweimal sagen, dass sie mitkommen dürfen-  auch die älteren Kinder sind total begeistert von der Spielgruppe. Es kommt regelmäßig vor, dass sie auch noch ihre Freunde aus der Nachbarschaft mitbringen. Diese müssen wir leider oft wieder nach Hause schicken, weil die Anzahl der Kinder sonst unseren Rahmen sprengen würde.
Die Kinder lieben die Spielsachen- die Puppen, Brettspiele, Wasserfarben, die Duplo Steine und vieles andere. Ein kleiner Junge erzählte mir, dass sein Lieblingsspielzeug die Murmelbahn sei und er sogar davon geträumt habe.
Für uns Mitarbeiter ist es toll zu erleben, wie die Kinder aufblühen, Fortschritte in ihrer Entwicklung machen und wie gerne sie kommen.
In vielen Bereichen fangen wir bei der Förderung praktisch bei Null an.
Der erste Stuhlkreis war sehr aufschlussreich. Als ich den Kindern ein einfaches Bewegungslied beibringen wollte, schauten sie mich nur mit großen Augen an. Auch beim zweiten Durchgang kam ich mir vor, als ob ich eine Show machen würde für die Kinder. So langsam dämmerte es mir...die Kinder sind es in keinster Weise gewöhnt zu singen- zu Hause wird alles andere als gesungen.
Beim dritten Durchgang stimmten die älteren Kinder zaghaft mit ein. Als ich dann vorschlug, dass wir das Lied ja mal einen Takt schneller singen könnten, gab es heftigen Protest und sie versicherten mir einstimmig, dass sie dies nicht können.
Dies war zu Beginn der Spielgruppe. Mittlerweile sind die meisten Kinder begeistert dabei, wenn wir singen. Etwas schneller zu singen müssen wir allerdings noch üben.